Geschichte/Hardware!

1996 hatte Michaela die Geschichte der Gateway niedergeschrieben. Diesen Text wollte ich euch nicht vorenthalten. 🙂

Absender : Michaela Betrifft : Geschichte/Hardware! Abgesandt: 18.08.1996 / 22:19:31 Mailart : Text / NEU Groesse : 29919 Copyright (C) 1994-1996 Berlin, 18.08.1996 Information zur TraumFABrik und zum Boxprogramm GATEWAY-IV ========================================================== Die Mailbox-Hardware: ===================== Der Rechner.........: Amiga 2000 / Rev. 6.2 / Kickstart 2.0 / Workbench 2.1 1 MB Chip-Ram, ECS Agnus, STD Denise Die Steckkarten.....: GVP 68040 mit 16 MB-Ram und Fast-SCSI-II-Controller sowie einem seriellen High-Speed-Device 3 x Commodore 2232 - 7-Port-Seriell 1 x Vector-Multi-I/O mit je 4 seriellen Highspeed-Ports (Software Version 2.3) Die Festplatten.....: Fujitsu M2694S-512 mit 1033 MegaBytes Seagate "Barracuda" ST3255N mit 2047 MegaBytes Seagate "Hawk" ST15230N mit 4294 MegaBytes Die Cd-Rom's........: Sony CDU-8003A Toshiba XM-3301TA Toshiba XM-4101TA Der Streamer........: Sony SDT-4000 (2/8 GigaBytes) Die Modems..........: US-Robotics Courier HST DUAL-Standard 14.4 US-Robotics 16.8 Courier Bausch Connecting Computers 28.8 Zyxel U-1496E (14.4/16.8) TeleJet 14.4 - Mini TeleJet 14.4 TKR V.32bis FAX 14.4 (Speedstar) TKR 14.4 Fax Master II 14400 2 x Creatix 14.4 2 x SupraFAX 14.4 2 x SmartLink Terbo-Modems 19.2 4 x Bausch 2400 MX 5 x Bausch HS 2400 Funkuhr (DCF 77)....: Hardware: boeder Software: OsaMatic System GmbH Drucker.............: Epson FX-800 Monitor.............: Philips CM 8832-II Sonstiges...........: 3 1/2" Diskettenlaufwerk (1 MB) WatchDog - Überwachungssystem Die Software........: Gateway-IV (99 Port-Version) Das Programm wird von uns selber geschrieben! Die Konsolen........: Port 25 - Nullmodemanschluß für 2. Rechner Der Amiga wurde in einen Tower verwandelt und enthält zwei Netzteile, um die Stromversorgung der vielen Geräte zu sichern. Drei der Cd-Rom-Laufwerke mußten trotzdem in externen Gehäusen außerhalb des Towers untergebracht werden, der bis zum Rand gefüllt ist. Die Modems sind alle externe Geräte! Außerdem verfügt die Box über einen WatchDog, der in die Stromversorgung des Tower's eingesetzt wurde und den Rechner überwacht. Bei einem Totalabsturz des Systems wird durch den WatchDog die Box innerhalb von maximal 10 Minuten resettet und fährt dann wieder hoch. Der WatchDog wurde von unserem User HS Vision nach unseren Vorstellungen gebaut und, nachdem er vollkommen durch- gebrannt war, vom User Balla wieder repariert! Die Mailbox-Geschichte: ======================= Die Box entstand ursprünglich unter dem Namen "Niveau", weil der Sysop Norman Thoss (alias Flagranti) ein Dialogsystem, wie er es aus seinem Zuhause BTX kannte, in die Mailboxscene bringen wollte. Ein Kontaktprogramm. Es sollte sich mit Gebühren selber tragen können! Das Multi-Chat-Programm mit damals 10 Ports wurde von der DFÜ-Scene allerdings als normale Mailbox betrachtet und so scheiterte dieses Konzept. Die Box benannte sich um in "GATEWAY". Durch einen Rückgang des Umsatzes im BTX wurde der Versuch unternommen, die Box durch Userbeiträge zu finanzieren. Übrig blieb, nach einigen Streitereien, eine Box mit nur noch 7 Ports und einem geringen Userstamm. Die abgewanderten User gründeten eine eigenständige Mailbox mit 10 Ports, die Communication. Die Box, die sich inzwischen in "Flagranti" umbenannt hatte, bekam zunächst nur schleppend neue User. Mit der Zeit wurde sie wieder gut besucht. Der Sysop entschloß sich, zwei der BTX-Leitungen für die Box bereitzustellen und erweiterte wieder auf 9 Ports. Die Userzahl wuchs ständig und bereits nach kurzer Zeit kam es zu neuen, bisher ungewohnten Problemen. Da jetzt außer reinen Chattern auch User mit größerem Interesse an der DFÜ die Box besuchten, reichte bald die Plattenkapazität von 52 MB nicht mehr aus. Auch die 9 Ports waren für die vielen User zuwenig. Zu diesem Zeitpunkt entschloß sich die MMM, mit ihrer Filebox an die Flagranti-Chatbox anzuschließen. Mit 6 neuen Ports, dem HST und der 1 GB-Platte ergänzte sie die Flagranti. Sysopin der MMM ist Michaela, Programmiererin des Programmes (siehe unten!). Gleichzeitig wurde von der Flagranti ein 10ter Port aktiviert. Es gab dabei allerdings ein Problem. Der erste Versuch, aus der Flagranti und der MMM eine gemeinsame Box zu machen, basierte auf der Idee, mit 2 vernetzten Rechnern zu arbeiten. Allerdings mußte dabei festgestellt werden, daß für den Amiga kein Netzwerk zur Verfügung steht, das für ein solches Projekt geeignet wäre. Als Ergebnis wurde der erste Rechner soweit ausgebaut, daß er schließlich in der Lage war, insgesamt 16 Ports zu verwalten. Der 2. Rechner diente ab jetzt nur noch als 2. Konsole und als Reserve für den Notfall. Dann kam der Crash! Durch mehrere unglückliche Umstände gingen die Quellen von Gateway-II verloren. Die Entwicklung kam zum Stillstand. Das Programm hatte diverse Fehler und nur durch eine Serie von Patches gelang es, die Box überhaupt lauffähig zu halten. Die Box wurde ein letztes Mal umbenannt, als MMM und Flagranti endgültig zu einem gemeinsamen System zusammengefasst wurden und die TV-Sendungen gerade ihren Höhepunkt erreichten! Es entstand die Gateway-Dialogstadt! Und damit ging es hier richtig los. Zunächst wurde aufgerüstet. Leitungen wurden bestellt, eine 2. GigaByte- Platte kam hinzu. Erst wurde die Box jetzt auf 18, dann auf 22 Ports erweitert. Durch die Wartezeiten der Telekom dauerte diese Erweiterung fast ein Jahr! Außerdem kamen nacheinander die 3 CD-Rom's und der Streamer hinzu. Während dieser Zeit entstand das Programm Gateway-III, das Anfang '94 in den Einsatz kommen sollte. Auch hier gab es leider immer wieder einige Verzögerungen, so daß erst Mitte '94 das neue Programm in den Einsatz ge- langte. Die immer billiger werdenden Modems brachten eine Anpassung mit sich. Die Box ging zunächst auf 2, dann auf 3 High-Speed-Ports. Ohne den 16.8er- Zwischenstandard mitzumachen kamen zwei Terbo-Modems mit 19.2 hinzu und schließlich ein V.FastClass mit 28.800 Baud. Außerdem folgte das 4te Modem mit 14.400 Baud! Umbauten, Erweiterungen und eine immer größer werdende Userunterstützung ermöglichten es schließlich, daß 8 Ports auf 14.4 und mehr aufgerüstet wurden. Zusätzlich wurde eine zweite Konsole via Null-Modem angeschlossen. Am 4.7.1995 wurde die Mailbox von der Polizei wegen angeblicher Verbreitung von Raubkopien beschlagnahmt. Bereits zwei Tage später, am 6.7.95 war das System wieder an Ort und Stelle, die Anklage zurückgezogen und der Versuch, uns auf diese Art aus dem Verkehr zu ziehen, gescheitert! Am 20.7.1995 ist eine der beiden Festplatten gecrashed. Die Platte war nicht mehr lesbar und es mußte mit einer Reserveplatte überbrückt werden. Am 7.8.1995 wurde als Ersatz für die kaputte GigaByte-Platte eine Platte mit ca. 4,3 GigaBytes eingebaut. Die Reserveplatte wurde entfernt und durch die 3 1/2" ersetzt, nachdem diese repariert wurde. Im September/Oktober wurde ein ChatLink zur Oase-Mailbox aktiviert, mit dem die beiden Boxen im Multi-Chat gekoppelt wurden. Dadurch wurde der Chat auf ca. 35 Ports erweitert. Die GATEWAY nahm noch zwei weitere Leitungen am System auf und erreichte damit erstmalig 24 Onlineports. Ab 25.11.95: größtes UT der Box bisher überhaupt. Ca. 250 Personen kamen zum UT in den "Magendoktor". Der Magendoktor hat inzwischen ein öffentliches Terminal zu unserer Box aufgestellt und ist der Treffpunkt unserer User geworden. Mit dem Magendoktor läuft seit dem UT eine enge Zusammenarbeit. Auch in Zukunft wird es dort immer wieder große UT's geben. Das UT vom 31.12. bis 1.1.96 brach erneut Rekorde. Gegen 14 Uhr wurde der Magendoktor am 31.12 geöffnet. Offizieller Beginn war zwar erst 19 Uhr, aber die User kamen schon ab 14 Uhr an. Am 1.1.96 mußte morgens die Crew des Magendoktors ausgewechselt werden. Kein Wunder, nach den vielen Stunden. Um 14 Uhr des 1.1, nach 24 Stunden, wurden dann die letzten 10 User vor die Tür gesetzt. 24 Stunden UT, das ist ebenfalls ein neuer Rekord. Der 1.1. brachte ein neues Telefonkonzept der Telekom mit wesentlich höheren Tarifen im Ortsbereich. Durch die neuen Strukturen bekam die DFÜ einen neuen Kostenfaktor. Solche Änderungen reissen Löcher in die User- schaft jeder Box. Aber für die Gateway wird auch dieses zu überwinden sein. Während die Koppelzeiten am Tage zurückgehen bricht das System jede Nacht ab 21 Uhr fast auseinander, wenn die halbwegs erträglichen Tarife zum Zuge kommen. Da die Box im Monat ca. 1000.-DM an Telefon, 250.-DM an Strom und nochmal etliches an Reparaturen benötigt, wurde beschlossen, die Box gebührenpflichtig zu machen. Nachdem mehrere Konzepte probiert und verworfen wurden, war das endgültige Konzept schnell aktiviert. Die Box kostete im Monat nun 5.-DM und ver- waltete alles automatisch. Wer die 5.-DM einzahlte, bekam unlimitierte Zeit. Alle anderen User hatten am Tag 15 Minuten Onlinezeit zur Verfügung. Das Konzept der Zweitaccounts machte es nötig, daß diese ihre Zeit vom Hauptaccount beziehen. Die Zweitaccounts hatten also entweder 15 Minuten geteilt mit dem Hauptaccount oder unbegrenzte Zeit, wenn der Hauptaccount unbegrenzt war. Während der TV-Sendungen war das Zeitlimit allerdings nicht in Funktion! Im Juni '96 überschlugen sich die Ereignisse. Unerwartet hohe Rechnungen für das System drohten die Box nun endgültig zu Fall zu bringen. Eine feste Sponsoren-Zusage kippte in letzter Sekunde. Die Partnerbox war der Meinung, alleine weitermachen zu müssen und die eigene Box wurde auf das neue GATEWAY-IV-Programm umgestellt. In Zusammenarbeit mit einem stillen Teilhaber wurde das System dann doch noch einmal vor dem Ruin bewahrt. Die Box wurde umformiert und umorganisiert. Seit diesem Tage läuft das System wieder kostenlos unter dem Namen TraumFABrik. Bestrebungen, E-Mail in die Box zu bekommen, wurden gestartet, um den Usern eine weltweite E-Mail-Adresse zugänglich zu machen. Am 19.06.1996 wurde die Box um weitere 2 GigaBytes auf ca. 7,4 GigaBytes an Plattenkapazität erweitert. Die neue Platte wurde durch einen nicht zu nennenden Sponsor gestellt. Am 15.08.1996 stellte der Magendoktor die Kooperation ein und versuchte zugleich die Box und die TV-Sendung zu stören! Der Grund war mehr als zweifelhaft und es waren darüber nur Spekulationen möglich! Alle Aus- sagen des Wirtes konnten nur als vorgeschobene Scheingründe, jedoch nicht als reale Grüde gewertet werden. Eine neue Zusammenarbeit mit einer anderen Kneipe wurde gesucht. Die Mailbox-Fernsehsendung: =========================== Seit Mitte '92 unterhielt die GATEWAY-Dialogstadt eine eigene Fernseh- sendung im Berliner Kabelnetz auf dem Offenen Kanal (SK 8). Zu dieser Sendung wurde die Box aus dem normalen Betrieb herausgenommen und in eine reine Chat-Box umgewandelt. Die Sendungen fanden einmal pro Woche für jeweils eine Stunde statt. In diesem Zeitraum fanden keine Überprüfungen der Usernamen statt. Jeder war eingeladen, am Dialog über die Box teil- zunehmen und seine Meinung über das Fernsehen allen am Bildschirm mitzu- teilen. Es folgte der Schritt zu einem kommerziellen Sender. TD-1 gab uns die Nacht- sendezeit für die Dialogstadt-TV-Sendung. Aus verschiedenen Gründen war diese Sendung nach ca. einem Jahr beendet. Es folgte die bundesweite Radiosendung unserer Box. Dadurch war keine Zeit für die TV-Sendung! Ende '94 wurde die Sendung im TV auf dem Offenen Kanal wieder aufgenommen! Diese lokale, interaktive Fernsehsendung erfreute sich in der Berliner DFÜ sehr schnell großer Beliebtheit! Die Sendung, die der Sysop Norman Thoss moderiert, unterlegt das Ganze noch mit Musik und Zuschauergrüßen. Eine Unterhaltungssendung, die nicht nur von Modembesitzern gesehen wird. Im Juli 1995 wurden Verhandlungen mit dem Berliner Lokalsender FAB aufgenommen und zu einem Abschluß gebracht. Da der Sender für das Jahr 1996 eine bundesweite Ausstrahlung plant, bestehen zur Zeit Hoffnungen, die Fernsehsendung auf bundesweiter Ebene auszudehnen. Das Mailbox-Programm: ===================== Zunächst wurde die Niveau mit dem Mailboxprogramm DMS (nein, nicht der Packer!) eröffnet. Das Programm war allerdings nicht in der Lage, mehrere Ports zu verwalten. Der Sysop wollte jedoch eine Box, in der sich die User unterhalten sollten. Sein Versuch die Programmiererin Michaela Prüß für das Projekt zu gewinnen, ein Multi-Port-Programm auf dem Amiga zu entwickeln, scheiterte. Er wandte sich dann an Reiner Vogt aus dem AmNet, der das Programm AmNet-III-Multiuse entwickelte. Multi-Port-Betrieb und AmNet-Netzwerk waren enthalten. Nach einer Entwicklungszeit von ca. 1/2-Jahr kam es zu einem Problem. Der Programmierer Reiner Vogt wollte nicht mehr an dem Programm weiterarbeiten, weil er lieber ein neues Programm auf PC-Basic programmieren wollte. Norman Thoss bat wiederum Michaela, die begonnene Arbeit fortzusetzen. Sie willigte ein. Nach einiger Zeit weiterer Entwicklung an dem Programm kam es zu Unstimmigkeiten im AmNet, die zu einem Bruch des Netzes führten. Das Programm AmNet-III-Multiuse wurde in GATEWAY umgetauft, das Netz in Masternetz umbenannt. Von diesem Zeitpunkt an gingen die Wege der beiden Netze auseinander. Nach insgesamt fast einem Jahr Arbeit an dem Programm Multiuse/Gateway und einer Übernahme des FreeNet mit insgesamt 7 Boxen sowie etlichen neuen Anforderungen an das Programm war eine Weiterent- wicklung nicht mehr möglich. Michaela beschloß, ein neues Programm als Nachfolger von Gateway zu entwickeln. Nach einem halben Jahr intensiver Arbeit wurde in der Flagranti der Prototyp von GATEWAY-II hochgefahren. Inzwischen ist GATEWAY-II zu einem leistungsfähigen Mailboxprogramm geworden, das ununterbrochen weiterentwickelt wird. Nach dem Verlust der Quellen wurde die Entwicklung von Gateway-III begonnen. Dieses Programm ist jetzt bereits bundesweit in vielen Boxen im Einsatz! Und die Entwicklung lief trotzdem weiter auf vollen Touren. Die Wünsche der User und Sysops erforderten ständige Weiterentwicklungen und ließen das Programm nie zur Ruhe kommen. Vor kurzem wurde daher das Programm Gateway IV fertiggestellt und zum Einsatz gebracht. GATEWAY-IV: =========== Technische Daten des Programms: Programmiersprache........: "C" Compiler..................: Aztec-5.1 Unterstütze Rechner.......: Amiga 500/600/1000/1200/2000/2500/3000/4000 Unterstütze Betriebsysteme: Amiga-OS 2.0 und höher! Besonderheiten............: Spezielle Version für 68020/30/40 mit 68881 Unterstütze Zusatzhardware: CD-Rom, alle Arten von Festplatten und Diskettenlaufwerken sowie Wechselplatten, alle bisherigen seriellen Zusatzkarten und Turbokarten. Unterstütze Modemtypen....: Alle mit Hayes-Befehlssatz, weitere Typen können evtl. verwendet werden, sind aber bislang nicht getestet. Sollte eine solche Anforderung auftreten, bitte vorher die Adresse am Ende des Texte kontakten. Benötigter Plattenplatz...: Ca. 20 MB ohne Bretter. Benötigter Speicher.......: Ca. 2 MB Fast- oder Chip-RAM für das Programm. Bei mehr als 2 Ports muß mit ca. 400 KB pro Port gerechnet werden. Bedienung und Möglichkeiten: GATEWAY-IV ist kein normales Mailboxprogramm wie andere Systeme. Es unterscheidet sich in vielen Dingen erheblich vom normalen Standard. Der Sysop bekommt bei der Auslieferung vier Disketten, die mit dem Installer auf eine Festplatte installiert werden. Nach Einstellung des Modems ist das Programm dann bereits lauffähig! Jetzt kann der Sysop entweder den vorhandenen Standard belassen oder sich seine Box nach eigenen Vorstellungen zurechtschneidern. Gateway-IV hat einen eingebauten Interpreter der mehrere hundert Steuerzeichen und -kommandos erkennt. Eine zusätzliche Batch-Sprache ist in Vorbereitung. Mit diesen Hilfen kann fast alles am Programm verändert werden. Jeder Befehl kann umbenannt werden und beliebig viele Synonyme haben. Der Filetransfer geschieht im, für den Amiga typischen, XPR-Standard, so daß jeder Sysop sich seine Protokolle selber zusammenstellen kann. Das Programm hat auf der Sysop-Seite eine ganze Reihe von Einstellungs- möglichkeiten. Die wichtigsten davon sind: -Einrichtung des Netzwerkes (Zur Zeit nur Z-Netz (Beta)) -Anbindung von Onlinespielen und Tools nach mehreren Standards. Dabei können Zugriffrechte vergeben werden. Es kann bestimmt werden, wann und ob ein Game oder Tool angezeigt wird. Und jedes hier einge- bundene Programm kann auch als Befehl in die Box eingebunden werden. Es kann weiterhin festgelegt werden, auf welchen Ports im Multi-Port- Betrieb ein Aufruf möglich ist. -Ein Usereditor, der vom Level bis zum voreingestellen Filetransferstandard alles leicht mit der Maus steuerbar macht. Individuelle Onlinezeit für jeden User ist möglich, beliebig viele Gast-Pseudos mit verschiedenen Leveln und/oder Namen. Außerdem wird zu jedem User eine Reihe von statistischen Werten verwaltet. -Ein Bretteditor, um Bretter einzurichten und einzustellen. Besondere Merkmale: Wahl von Textbrettern, Binärbrettern, gemischten Brettern. Weitere Einstellungen wie Up-/Downloadratios, Zugrifflevel und Upload- grenzen sind genauso vorhanden wie Zugriffflags nach Gruppen, Zugriffspasswort und vieles mehr. Es können bis zu 99.999 Bretter eingerichtet werden. Es können drei Verwalter für das Brett eingesetzt werden und für jedes Brett kann ein Nachrichtenlimit festgelegt werden. Jedes Brett kann im Layout individuell den Bedürfnissen des Brettes angepasst werden. Vom simplen Vortext bis zum anonymen Brett gibt es keine Beschränkungen. -Ein Area-Editor, um Themenbereiche für die Bretter einzurichten und zu editieren. Area's können wie die Bretter mit Zugriffsrechten und Passwörtern versehen werden. Auch hier kann eine Area unsichtbar geschaltet werden. -Es können bis zu 999 solcher Areas eingerichtet werden. -Ein Befehlseditor, der festlegt, auf welchen Ports ein Befehl gestartet werden darf, welcher Level zum Aufruf erforderlich ist, ob der Befehl in die Liste der angezeigten Befehle eingetragen werden soll und unter welchem Namen er jeweils zur Verfügung steht. Zur Zeit stehen 73 verschiedene Befehle als Grundlage zur Verfügung. Mittels einer Reihe von zusätzlichen Steuerungen ergeben sich so die zur Zeit 119 Befehle, die mit dem Programm ausgeliefert werden. Dabei sind allerdings noch lange nicht alle möglichen Varianten erschöpft und verwendet. -Ein Transfereditor, mit dessen Hilfe xpr-Libraries in das Programm ein- gebunden werden können. Es können übertragungsprotokolle, ihre Optionen, die Benennung und der Aufruf auf Userseite festgelegt werden. -Ein Modemeditor, in dem die gesamte Verwaltung des Modems festgelegt werden kann. Von der Einstellung der Baudrate über die Schnittstelle bis hin zu Modemkommandos und Settings kann hier alles eingestellt werden; natürlich auch entsprechende Wartezeiten, die das jeweilige Modem zur Ausführung der Kommandos benötigt. -Ein SpieleEditor für Onlinegames. -Diverse weitere Editoren für alle möglichen Einstellungen. -Zuletzt gibt es noch den Systemeditor, in dem festgelegt werden kann, wie lange es dauert, bis ein User vom Usercruncher entfernt wird, wie lange er Post maximal aufheben darf und wieviele Nachrichten maximal in seinem Postfach liegen dürfen! Für Neuuser kann festgelegt werden, welchen Level er nach seinem User- antrag erhält und ggf. eine Uploadgutschrift. Natürlich kann auch ein Begrüßungstext erstellt werden, der dem Neuuser in sein Postfach gelegt wird. Klar, daß hier beliebig viele Texte möglich sind und diese dank des Interpreters den User auch persönlich ansprechen können. Eine Sperrliste legt fest, welche Usernamen beim Antrag nicht gewünscht werden. Für den Fall, daß ein Protokoll eines Ports mit allen Ein-/Ausgaben gewünscht wird, kann dieses aktiviert werden. Der individuelle Name des Sysop's kann hier ebenso eingestellt werden wie der Name der Co-Sysop's. Ob die Konsolendarstellung in 2, 4, 8 oder 16 Farben erfolgen soll und ob der Amiga-Font oder der IBM-Zeichensatz benutzt wird, kann beim Programm- start für jeden Port einzeln bestimmt werden. Und schließlich stehen noch einige weitere nützliche Einstellungen zur Verfügung, die hier aber schließlich den Rahmen sprengen würden. Aber der Sysopschirm ist ja nicht alles. Die Userseite sollte jeder Sysop eigentlich noch kritischer beurteilen, denn sie ist es, von der es am Ende abhängt, ob sich User in der Box einfinden oder nicht. Es wäre wohl nicht sehr sinnvoll, hier alle Möglichkeiten aufzulisten, die das Programm hat, denn Dinge wie ein Logoff oder ein Brettaufruf sind ja wohl mehr als selbstverständlich. Daher hier nur die wichtigsten Highlights von GATEWAY-IV: -Automatische Funktionen und Call-System. Das Call-System ist im Standard der Gateway-IV zunächst aktiv. Es arbeitet wie folgt: Nachdem der User einen Antrag gestellt hat, in dem er seine Modem-Telefonnummer einsetzen muß, prüft die Box zunächst die üblichen Dinge, also ob der Username frei ist und nicht in der Sperrliste steht, ob ein Passwort eingeben wurde und die sonstigen Daten in Ordnung sind. Während bei einem normalen Antrag jetzt die Benachrichtigung an den Sysop raus geht und der Antrag abgeschlossen ist, wird bei aktivem Call-System nun zunächst geprüft, ob die Rufnummer der Box bereits in einer von drei Listen (siehe unten) vorliegt. Falls nicht, dann gibt die Box einen Informationstext an den User aus, beendet die Verbindung und ruft die eingegebene Nummer an. Der User muß dann mit seinem Modem abnehmen. Die Box verlangt danach eine Bestätigung des Userpseudos und des Passwortes. Falls diese Angaben richtig getätigt werden, wird der Account eingerichtet und die Verbindung getrennt. Der User kann dann die Box sofort wieder anrufen. Im Falle der Gateway IV mit vollem Zugriff auf die Bretter und File-Boards. Um sich vor Mißbrauch und Witzbolden zu schützen, verwaltet die Box zu den Telefonnummern 4 Listen: Die erste ist die Ortsvorwahl. Damit wird verhindert, daß aus einem Rückruf zum Ortstarif ein Rückruf mit Vorwahl zum Ferngespräch wird. Denn die hier eingestellte Nummer wird vor dem Rückruf ausgefiltert. Für ganz Schlaue, die meinen, mit doppelter Angabe das Programm aus- tricksen zu können, sei erwähnt, daß diese Nummer auch mehrfach hinter- einander erkannt und gefiltert wird. Die zweite ist eine Sperrliste, die es ermöglicht, Rückrufe auf bestimmte Anfangsziffern(folgen) zu verhindern. Im voreingestellten Standard sind die Nummern 00 (Ausland), 01 (Postdienste) und 1 (Notrufe) sowie die Rufnummer der Berliner Kripo gesperrt. Außerdem eine Reihe bekannter und weniger bekannter Nummern, die aber bestimmt nichts mit DFÜ zu tun haben. Die dritte ist die Liste der erfolgreich zurückgerufenen Nummern. Damit wird sicher und ohne Aufwand für den Sysop vermieden, daß User sich mehrfach in die Box eintragen. Die vierte ist die Liste, in der die Rufnummern stehen, die nicht erfolg- reich zurückgerufen werden konnten. Damit wird vermieden, daß ein User die Box immer wieder den Nachbarn anrufen läßt, den er nicht leiden kann. Da es nicht immer sicher ist, daß die Box einen Rückruf auf Anhieb er- folgreich durchführen kann, ist es möglich, einzustellen, wieviele Versuche die Box unternimmt bis sie den Rückruf aufgibt. Bei der Aus- lieferung sind 2 Versuche eingestellt. Dieses System hat sich bei uns bestens bewährt, kann aber auch ausge- schaltet werden. Dann hat Gateway-IV einen Antrag wie jede andere Box auch. Natürlich bekommt der Sysop eine Nachricht in sein Postfach, wenn ein Antrag gestellt wurde. Das Rückruf-System bedeutet viel Sicherheit für den Sysop, denn baut ein User Mist, dann braucht er nur ausgetragen werden und schon ist Ruhe. Die Nummer verbleibt in der Rückrufliste und der Störenfried ist ausgesperrt! -Volle Ansi/VT10x-Kompatibilität, vom User abschaltbar, wenn er kein Ansi wünscht oder verarbeiten kann. -Single-Chat für 2 User. -Multi-Chat auf bis zu maximal 99 Ports. -Privat-Chat, ein von einem User eröffneter Chat, in den dieser User weitere einladen kann. Ohne Einladung desjenigen, der den Chat er- öffnet hat, kann kein User den Privat-Chat betreten. -Sowohl Single-Chat als auch Privat-Chat sind mehrfach nebeneinander möglich. -Online-MSG-System mit der Möglichkeit, sich während des normalen Arbeitens in der Box mit anderen Teilnehmern zu unterhalten. Eine ganz besondere Funktion ist, daß MSG's, die den Empfänger nicht mehr erreichen, weil dieser die Box bereits verlassen hat, bis zu seinem nächsten Login aufbewahrt werden und dann beantwortet werden können. Natürlich auch, wenn inzwischen der 2. User nicht mehr Online ist. Außerdem zeigt die MSG jeweils die letzte Nachricht an, die man selber geschreiben hat, um den Faden nicht zu verlieren. Bei der Aufnahme eines neuen MSG-Dialoges wird dieses Feld durch die Visitenkarte er- setzt, die jeder User als Info über sich in der Box hinterlegen kann. Die MSG-Funktionen alleine Sprengen den Rahmen dieser Bescheibung. -XPORT-Dialogsystem. Jeder sieht, was die anderen tun. Das ist mehr, als nur ein Spielzeug. -TCHAT: Ein Chat, der in der gesamten Box mitläuft. Bretter lesen und dabei chatten. Ein neues DFÜ-Gefühl! -Cruncher für User, einzelne oder alle Postfächer und einzelne oder alle Bretter. -Online-DOS-Zugang mit zusätzlicher Passwortsicherung! -Wahlweise Zeileneditor oder Fullscreeneditor. -8 verschiedene Newsscanner. -Area- und Bretteditor im Onlinemodus (Weitere Onlineeditoren sind in Vorbereitung). -Verschiedene Stufen der Onlinehilfe, von einer einfachen Anzeige der Befehlswörter über eine Befehlsliste mit Kurzerklärungen bis zum Aufruf von Manuals, die eine genaue Beschreibung des Befehls beinhalten. -Wahlweise Menu- oder GeoNet-Steuerung. Die Menus können vom Sysop individuell eingerichtet werden. Es stehen eine ganze Reihe von besonderen Steuerungen speziell für die Einrichtung von Menu's zur Verfügung. Wie die Menus können selbstverständlich auch alle Texte und Ausgaben des Programmes vom Sysop beliebig verändert werden. Außerdem gibt es eine cursorgesteuerte Bedienmöglichkeit für Bretter, Areas und Postfächer. -Eine History ist vorhanden. -Diverse Sorter für Listen. -Abbestellen von Brettern. -Alle Zugriffe im Postfach und im Brett können sowohl von-bis, als Liste oder in beliebigen Kombinationen erfolg von Brettern. -Alle Zugriffe im Postfach und im Brett können sowohl von-bis, als Liste oder in beliebigen Kombinationen erfolgen. Auch die Auswahl "alle" und "alle ungelesenen" steht zur Verfügung. Egal, ob Inhalt, Löschen oder Lesen. -Ein Rundbrief, nach Leveln gesteuert. -Diverse Listen und Statistiken. -Batches aus Befehlen der Box können als Befehl eingesetzt werden. -Dos-Batches mit Amiga-Dos-Befehlen können ebenso als Befehl eingesetzt werden wie direkte Kommandos. -Schließlich gibt es noch eine Reihe von Einstellungen wie Umlaute, Cursortasten, Zeilenzähler, Scannerdatum und Zeit usw.! -Ein Sysop-Chat und wahlweise Sysop-Ruf an/aus. -Listenausgaben ohne CR. Dies ist zwar ungewöhnlich und erfordert, daß der User WordWrap im Terminalprogramm eins dargestellt werden können. -Ein integriertes Adventure, das von dargestellt werden können. -Ein integriertes Adventure, das von jedem Sysop selber gestaltet werden kann, ist eine zusätzliche Unterhaltung für die User. -FileListen -ChatLink zu anderen Gateway-IV-Mailboxen. -diverse Tools. Es kommen ständig neue hinzu! -Online-Monitoring-Funktion -PRotokoll- und Überwachungsfunktionen Bezugsquelle von Gateway-IV: ============================ Norman Thoss ***-****** ** 1**** Berlin Der Kontakt kann auch über die TraumFABrik hergestellt werden. Fragen zur Technik oder dem Programm werden jederzeit und gerne von der TraumFABrik, Norman Thoss und Michaela Prüß (Pseudos: Norman Thoss und Michaela), beantwortet. Ein Kontakt ist jederzeit über die Box oder auch per TelMi möglich. Die Rufnummern siehe Ende des Textes. Verkaufspreis Gateway-IV: 298.- DM incl. MWSt.! Die 4-Port-Version kostet 50.- DM incl. MWSt.! Die 1-Port-Version ist PD und kostet nichts! Händleranfragen erwünscht! Händlerpreise auf Nachfrage. Z================================================ TelMi der Boxleitung: 0166-******** (Norman Thoss) Mailbox: (030) 605 ** ** (2400 Baud) (030) 605 ** ** (14.4 Baud) Weitere Ports können Online abgefragt werden! Zur Zeit stehen 26 Ports zur Verfügung! Dieser Text ist Copyright 1994-1996 by Norman Thoss und Michaela. Eine Weitergabe ist erlaubt und erwünscht, solange der Text nicht verändert, erweitert oder verkürzt wird. Ausgenommen von dieser Regel sind boxeigene Unterschriften (Usersignum, Origins) und Routingangaben vor oder nach dem Text. Das Copyright gilt für die Zeilen zwischen den CUT-Zeilen. Es gilt das Urheberrecht der Bundesrepublik Deutschland.

*Die in diesem Text geäußerten Ansichten und Aussagen spiegeln nicht zwangsläufig meine eigene Meinung wider.

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